Schmetterlinge fliegen ohne Gepäck

Vom Verpuppen und Entpuppen

Biografie für Facebook

Diese Vita habe ich für einen Vorstellungspost in Facebook geschrieben, wo ich mich ausführlicher vorstellen wollte.

Ich habe nur die wesentlichen Punkte aufgeführt, ohne ins Detail zu gehen. So sieht man wie Biografiearbeit wirkt, wenn man wirklich schreibt und in sein Leben abtaucht. 

 

#Persönliches

Ich bin Brigitte 61 Jahre, seit 44 Jahren verheiratet. Immer noch mit meiner Jugendliebe und dem engsten Freund in meinem Leben. Ich bin noch glücklich, ihn muss man selbst fragen. ;-)

Unsere Tochter, ihre Familie und der Enkel machen uns froh und ich bin eine wirklich glückliche Oma.

Geboren wurde ich im Saarland und war die zweite von fünf Töchtern.

Meine Eltern waren tolle Menschen, bodenständig, liebevolle Partner und immer daran interessiert, dass es uns gut ging.

Allerdings auch noch gedanklich verhaftet, in den Regelwerken von Religion, Gesellschaft und Kriegszeiten.
Was mich mein ganzes Leben bewegt hat, das war die Biografie meiner Mutter.

 

Einem unehelichen Kind aus Kriegszeiten, das seinen Vater nicht kannte.

Und ein uneheliches Kind war ein Bastard.

Ausgrenzt, gebrandmarkt und vorgeführt. 

 

So mussten uneheliche Kinder in der ersten Bank in der Kirche Platz nehmen, wo sie jeder sah und einordnen konnte. Stelle dir mal ein vierjähriges Kind vor, dass die missgünstige Blicke nicht einschätzen kann. Diese Kinder waren Freiwild. Die Biografie meiner Mutter wäre eine eigene Biografie wert. Aber dazu vielleicht später. 

 

Diese Wunden konnten wir sehen, spüren und erleben. Sie haben mich und meine Schwestern geprägt. Wir wurden zu starken Frauen mit empfindsamem Wesen. Jede anders, einzigartig und lernfähig. 

Die Lücken in der Biografie meiner Mutter habe ich  versucht im Laufe meines Lebens zu füllen. Indem ich ihren Vater ausfindig machte und anhand einer Ahnentafel eine Geschichte gab. 
Nicht für mich, sondern für meine Mutter.
Ich war ein gute Zuhörerin, für ihre inneren unbewussten Verletzungen aus der Kindheit.

Aber auch ein Spiegel für sie selbst. Sie wollte alles für mich und hat mich doch an allem gehindert, was mir wichtig war.

Letztendlich hat mich das zu dem Menschen gemacht der ich heute bin.
Zu einer verständnisvollen Biografiefrau, kreativen Powerfrau und Hebamme für Kompetenzen. 


Hier zeigt sich auch schon ein roter Faden. Mein Mutterthema ist auch ein Frauenthema und Biographiearbeit ist meine Leidenschaft. 

 

 

Beruf oder Berufung

#Unternehmen:

Wie gesagt meine Mutter war jemand der eher verhinderte als förderte. Meiner gnadenlosen Argumentation ist es zu verdanken, dass ich mich in einer wichtigen Sache durchsetzen konnte. 

Ich war 17 Jahre als ich heiratete und 20 Jahre, als mein Mann seinen Handwerksbetrieb gründete. Ich hatte keine Ausbildung und Null Plan vom Leben und recht kein Plan von Unternehmensführung. 

 

Aber ich war neugierig auf das Leben und lernfreudig. So konnten wir die nächsten Jahre unsere  Erfahrungen machen, lernen und unsere Spielwiese des Lebens selbst gestalten. Da war mein erstes Unternehmen und es existiert noch.

 

Heute besitze ich zwei weitere Unternehmen ganz unterschiedlicher Art. Vermietung von Arbeitsbühnen und mein Institut Menschen & Potenziale.  Alleine über diesen Lebensbereich könnte ich ein  Buch schreiben. Und diese Erfahrungen und das Wissen und Können sin ddie Basis für meine heutigen Beratungen. Das Fundament  auf dem alles ruht und aufbaut. 

Wie es mir gelungen ist, das Unternehmen mitzugestalten, aufzubauen und dann auch zu den eigenen unbewussten Inkompetenzen zu stehen werde ich hier weiter beschreiben. 

 

Lernerfahrung: 

Was habe ich gelernt in dieser Zeit?  Ich habe gelernt, dass man alles schaffen kann, wenn man will und um Hilfe bittet. Ich hatte immer Mentoren und Menschen die es gut mit mir meinten. 

 

Ausbildung, Diplome, Zeugnisse und Zertifikate

Von Beruf bin ich Bürokauffrau. Diese Ausbildung habe ich einer Umschulung zu verdanken, die ich in einer Autovermietung absolvieren durfte. Denn ich merkte schnell, dass ich ohne kaufmännische Kenntnisse ein Unternehmen nicht zum Erfolg führen konnte.  Damals war ich schon 25 und mein Chef war ein richtiger Lebemann.  Ein Draufgänger und Geschäftsmann par Excelence.  Hier durfte ich neben den Luxuskarren auch LKW fahren lernen. In durfte in tollen Restaurants essen. bekam Zugang zu ganz neuen Lebenswelten und lernte ganz unterschiedliche Menschen kennen. Ich bekam aber auch eine Ahnung wieviel möglich ist. 

 

Was ich später noch toll nutzen konnte.

Mein Weiterbildung zur Betriebswirtin war der Einstieg in eine neuer Arbeitsweise. Jetzt kam der professionelle Aufbau des Unternehmens. Alles erlernte Wissen durfte ich im eigenen Betrieb umsetzen und dann als Ausbilderin weitergeben.

 

 Nach 25 Jahren war es genug, Ich hatte meine Tochter ausgebildet und ihr mein Berufsfeld im Familienbetrieb gerne übergeben. Hier konnte ich nichts mehr lernen.

 

 

Alles was ich in diesem 25 Jahren gelernt habe musste raus und ich wollte eigene Entscheidungen treffen.

Selbständigkeit und Freiheit

 

#ICH-AG

So gründete ich eine ICH-AG als Büroservice mit dem tollen Namen "Office-fee" blieb ich meinem Lebensmotto treu. Helfen wollen. bis ich merkte, dass ich wieder in der gleichen Falls saß. Daraufhin wurde ich mutiger und gründete ein #Kompetenzzentrum für Frauen im Saarland. Das von Anfang an super lief mit eigenen Geschäftsräumen.

 

Natürlich habe ich "tausend Weiterbildungen" absolviert, um wirklich gut zu sein.

Lebenslanges Lernen bringt dich immer weiter

Als Autodidaktin bin ich jedoch auch ständig am Lernen und eigne mir Wissen selbst an. So habe ich noch nie einen Computerkurs besucht, aber 10 Jahre an der VHS in Lebach Internetkurse, EDV-Kurse rund um die Themen EDV und Marketing gegeben.

Meine Seminare befassten sich mit Kommunikationstechniken, Zeitmanagement, Moderne Umgangsformen und alles was Frau so braucht um erfolgreich zu sein. Vor allem Selbstbewusstsein.

 

#Netzwerkarbeit

 

Ich engagierte mich in der Vorstandsarbeit von diversen Frauennetzwerken wie BPW , Frau und Handwerk und gründete einen eigenen Verein für ExistenzgründerInnen Just-Saar e.V., dessen Vorsitzende ich dann auch fünf Jahre war. Hier habe ich Events organisiert. Referenten eingeladen und so immer mehr Wissen in die Welt bringen können.

 

#Zufälle oder Leben

Dann kam das Leben. Meine Schwiegermutter bekam einen Schlaganfall und ich pflegte sie bis zum Tod. Der kam recht schnell nach drei Monaten, aber diese Zeit hat etwas mit mir gemacht. Ich nahm ein Sabbatical und engagierte mich 2015 ein halbes Jahr ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe und kam zu einer Entscheidung.

 

 

#Lebenslust
Ich möchte Zeit für mich und meine Lebensträume und noch ganz viele lernen.

Aus diesen Überlegungen entstand mein neuer Slogan.

 

" Mach dein Leben zu deinem besten Projekt."

 

Ich kündigte meine Geschäftsräume, sparte mir die Miete und habe den ersten Stock meines Wohnhauses zu meinen Beratungsräumen umgestaltet. Nach dem Tod meiner Schwiegermutter standen diese Räume leer. Nun gab ich wieder richtig Gas und lebte meinen Traum.

 

#Natürliche Ereignisse

Dann kam eine frohe Botschaft. Tochter schwanger.

Das bedeutet in einem kleinen Familienbetrieb Abläufe zu organisieren. Für ein Jahr ging ich im Rahmen der Elternzeit zurück an meinen alten Arbeitsplatz und coachte an Wochenenden.

Und wenn du dann so ein Baby im Arm hältst, dann möchtest du es nicht mehr loslassen. Also entschloss ich mich nach der Eltern zeit mich um das Baby zu kümmern, bis zum Kindergarten. Das habe ich auch zwei Jahre getan und keine Sekunde bereut. Meine Coachings und Seminar konnte ich trotzdem halten. Alles eine Frage der Organisation. Aber Kinder brauchen Kinder und somit war diese Phase auch wieder zu Ende.

 

 

#Beruflich

Was mache ich nun beruflich?

In Kooperation mit dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung biete ich monatliche Zertifikatskurse an für BeraterInnen aus Bildung, Beruf und Beschäftigung. Die Kompetenzberatungen anbieten möchten. MitarbeiterInnen von Arbeitsagenturen, Bildungsanbieter, Universitäten aber auch Freiberufliche Coaches sind meine Zielgruppen. Zurzeit verstärkt Online aber demnächst wieder in Präsenz. Wir haben so tolle Seminarräume hier in der Nähe, das lohnt sich ein Besuch im Saarland und ich spiele auch gerne den Saarlandquide und führe meine Kunden zu den schönsten Plätzen.

 

 

#Ehrenamt

Ich gehe gerne andere Wege und deshalb habe ich für unseren Ort eine Facebookgruppe gegründet, wo ich helfe Netzwerke zu stärken, Informationen weiter zu geben und Alt und Jung zu vereinen. Daraus entstand dann eine wöchentliche Boulegruppe wo die unterschiedlichsten Menschen zusammen kommen.

 

 

#Visionen und Lebensplan

Visionen sind Realitäten von morgen. Deshalb habe ich mir jetzt ein eBike gekauft und mach die Gegend unsicher. Dabei kann ich meiner Leidenschaft der Fotografie auch noch Zeit widmen. 

Mich für den Bootsführerschein angemeldet um nächstes Jahr die Mosel und Saar unsicher zu machen. Es gibt noch so viele Möglichkeiten.

Ich freue sie mit euch zu entdecken.